In Adelaide angekommen, ein Tag ausgeruht, gewaschen, aufgeräumt und wieder gepackt, fuhr ich sofort weiter nach Kangaroo Island. Auch da wohnten wir in einem nicht rollstuhlgängigen Steinhaus. Aber mit etwas Spontanität und Flexibilität ging auch das. Kangaroo Island ist einer der schönsten Plätze, die ich bis jetzt gesehen habe. Die Natur, die Tiere, die Strände, alles wurde so gelassen wie es war, nicht touristisch, einfach wild und wunderschön.
Endlich wieder ein richtiges Bett
Nach Kangaroo Island reiste ich weiter nach Melbourne, wo ich Richard Colman, Paralympic Gewinner im Rennrollstuhl, traf. Ich durfte bei seiner Familie wohnen und genoss es, nach all den Strapazen wieder ein richtiges Bett zu haben und duschen zu können. Richard und seine Familie haben viel mit mir unternommen, jeden Tag machten wir Ausflüge im Staat Victoria. Die Great Ocean Road hat mir besonders gut gefallen, diese riesigen Apostel, die aus dem türkisblauen Meer ragen, einfach sehenswert.
Nachher reiste ich von Geelong, Richards Wohnort, nach Melbourne. Dort machte ich Gebrauch von Couchsurfing, das heisst, ich wohnte gratis auf einer Couch eines Rollstuhlfahrers. Auch dieses Erlebnis bleibt unvergesslich.
Richard und seine Kollegen hatten in Perth ein nationales Rennen, ich ging spontan mit und erkundete vier Tage lang Perth und Fremantle. Die Westküste unterscheidet sich klar von der touristischen Ostküste.
Enttäuschende Hauptstadt, tolles Sydney
Leider lief die Zeit viel zu schnell, und ich musste nach Sydney, denn von dort startete mein Heimflug. Von Sydney aus fuhr ich zuerst nach Canberra. Die Hauptstadt Australiens ist eine kleine Stadt mit wichtigen Sehenswürdigkeiten wie Parlamentshouse und Kriegs- Denkmal. Canberra enttäuschte mich allerdings: Gut gelaunt hatte ich mich auf den Weg gemacht, um diese Sight-Seeings anzuschauen, jedoch hatte es nicht mal rollstuhlgängige Busse ... |